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Stud Poker

Stud Poker ist eine der ältesten Pokervarianten überhaupt. Experten streiten heute noch darüber ob das aus den Westernfilmen bekannte Draw Poker oder eben Stud Poker die ältesten Pokervarianten gibt. Die bekannteste und heute noch am meisten verbreitete Stud Poker Variante ist Seven Card Stud. Dabei bekommt jeder Spieler sieben Karten, zum Teil offen und zum Teil verdeckt, und muss daraus dann die beste Pokerhand bilden.

Das wird gebraucht

Kartendeck ohne Joker Acht Spieler

Spielbeschreibung

Da beim Seven Card Stud acht Spieler mitspielen und wenn jeder Spieler sieben Karten bekommt es zum Schluss nicht genügend Karten gibt – das Deck hat ja nur 52 Karten – wird dann wenn so viele Spieler dabei bleiben die letzte Karte offen umgedreht und sie gilt als letzte Karte für jeden Spieler. Aus dieser Tatsache ist dann vermutlich das heute sehr beliebte Pokerspiel Texas Holdem und Omaha Holdem entstanden.

Geschichte

Belege über Stud Poker reichen bis in die Amerikanische Revolution zurück. Dort wurden jedoch nur drei Karten verwendet. Erste Berichte über Five Card Stud stammen dann aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Damit wäre Five Card Stud die vermutlich älteste Pokervariante überhaupt, aus dieser haben sich dann die verschiedenen Stud Varianten entwickelt. Heute bekannt ist zum Beispiel Seven Card Stud, Razz, Mississippi Stud, Mexican Stud, Caribbean Stud, Bitch, Chicago und viele weitere Varianten.

Unterschiedliche Stud Pokervarianten

Dabei gibt es Stud Poker als typische High Varianten bei denen die stärkste Pokerhand gewinnt, dann gibt es Low Varianten wie Razz bei der die schwächste Hand gewinnt und dann gibt es auch noch High-Low Varianten bei denen der Pot zwischen der stärksten und schwächsten Hand geteilt wird. Selbst Kasinovarianten wie Caribbean Stud gibt es, dass eigentlich an sich kein Pokerspiel ist bei dem zwei oder mehr Spieler gegeneinander antreten, sondern ein klassisches Kasinospiel bei dem ein Spieler gegen das Kasino antritt.

Die einzelnen Varianten unterscheiden sich hauptsächlich darin wie viele Karten ein Spieler bekommt und wie er die bekommt. Jede Variante kann auch als No Limit, Spread Limit oder Pot Limit gespielt werden, hauptsächlich wird jedoch Stud als Limit Poker gespielt. Weitere Unterschiede zwischen den Varianten sind wie bereits erwähnt welche Hand gewinnt, welche Setzrunden es gibt und wie die Karten ausgeteilt werden sowie ob es Joker und keine gibt.

Gemeinsam ist allen Stud Pokervarianten jedoch, dass jeder Spieler zum größten Teil eigene Karten bekommt und das davon ein Teil verdeckt ausgeteilt wird und ein Teil offen. Dabei ist das Spannende, dass man eine gewisse Information über die Hand des Gegners hat, jedoch nicht so viel, dass man sich sicher sein kann welche Hand der Gegner wirklich hat.

Stud Poker ist wie alle Pokervarianten ein bekanntes Glücksspiel, dass hauptsächlich in Kasinos rund um die Welt um Geld gespielt wird. Jahrelang war Stud die am weitesten verbreitete Pokervariante der Welt, doch gegen Ende der Neunziger und vor allem durch den Pokerboom im neuen Jahrtausend hat Texas Holdem Stud abgelöst. Heute werden die verschiedenen Arten von Stud Poker nur noch in den extrem hohen Mixed Games gespielt und führen ein Nischendasein.

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